
Am Samstag 31.1.09 hatte die Geschäftsführung der Ersten Asendorfer Bürgersolarstrom Anlage alle beteiligten Handwerker, alle Gesellschafter und Gäste zur Besichtigung der Photovoltaikanlage eingeladen. Es war die verspätete offizielle Inbetriebnahme der Anlage.
Am Samstag 31.1.09 hatte die Geschäftsführung der Ersten Asendorfer Bürgersolarstrom Anlage alle beteiligten Handwerker, alle Gesellschafter und Gäste zur Besichtigung der Photovoltaikanlage eingeladen. Es war die verspätete offizielle Inbetriebnahme der Anlage.
In einem kurzen zeitlichen Abriss ließ der Geschäftsführer Fredi Rajes die Entstehung der Anlage Revue passieren. Vom ersten Gedanken der alternativen Stromerzeugung im April 2008 über die ersten Gespräche mit dem Asendorfer Bürgermeister Wolfgang Heere, und der Gründung einer Arbeitsgruppe im Rahmen der Zukunftsvision Asendorf. Diese Arbeitsgruppe mit Wolfgang Kolschen, Heiner Meyer-Raaf, Thomas Stein, Hans Weidinger und Fredi Rajes legte den Weg zur Schaffung der Anlage fest, steckte den Terminplan ab und verteilte die Aufgaben. Am 18.8.08 fanden über 40 Bürger den Weg ins Gemeindehaus um sich die Ideen der Arbeitsgruppe anzuhören. Mit dem Energieberater der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen - Herrn Dzialas - hatte die Gruppe auch noch einen kompetenten Ansprechpartner der jederzeit zur Verfügung stand und die Gründung tatkräftig unterstützte.
Bereits nach der Versammlung am 18.8.08 zeichnete sich ab, dass genügend Gesellschafter zur Verfügung stehen werden, die dieses Projekt mittragen möchten.
Die Gründungsversammlung zur Schaffung der „Ersten Asendorfer Bürgersolarstrom GbR" fand am 16.9. 08 statt. 24 Gründungsmitglieder haben sich am 16.9.08 eingetragen. Weitere 12 Mitglieder kamen im Nachgang zur Gründungsversammlung noch hinzu. Damit hat die „Erste Asendorfer Bürgersolarstrom GbR" insgesamt 36 Gesellschafter.
Auf dieser Versammlung konnten nicht nur die vollständigen Kostenvoranschläge für die Anlage vorgelegt werden, sondern auch genügend Zeichnungsaufträge für die Realisierung des Vorhabens gesammelt werden.
Mustermodule und Wechselrichter der zu installierenden Photovoltaikanlage hatte ein Lieferant in das Versammlungslokal bringen lassen, sodass jeder die Teile aus der Nähe betrachten konnte.
Es war ein erklärtes Ziel, welches bereits in der Arbeitssitzung der Zukunftsvision festgelegt wurde, und auch in der Präambel zum Gesellschaftervertrag festgeschrieben ist,
„durch die Förderung der dezentralen Stromerzeugung
regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze im lokalen Handwerk zu sichern."
Diesem Grundsatz ist die Arbeitsgruppe treu geblieben und hat mit Heiner Meyer-Raaf auch den Unternehmer gefunden, der die Installation dieser Anlage als Gemeinschaftsprojekt Asendorfer Betriebe durchgeführt hat. Nachdem die Anlage fristgerecht von der Fa. Koppe geliefert war, wurde in den Herbstferien der Aufbau gemeinsam von Fa. Kämena und Stein, Fa. Logemann – Dachdeckerbetrieb und von Fa. Ahlers – Meyer-Raaf vorgenommen. Im EDV-technischen Betrieb kam noch Unterstützung von der Fa. Sky-Tech hinzu.
Für die Installation der Blitzschutzanlage musste ein auswärtiger Unternehmer hinzugezogen werden. – Aber auch hier unter der Regie der Asendorfer Unternehmen!
Heiner Meyer-Raaf wurde dafür ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.
Bereits am 23.10. 2008 wurde die Anlage an das öffentliche Stromnetz angeschlossen und produziert seit dem Tag Strom, der für 46,75 Cent pro Kilowatt an die E.on / Avacon verkauft wird.
Danach begab sich die Versammlung zu der Anzeigetafel der Anlage, die im Flur der Grundschule einen zweckmäßigen Platz gefunden hat.
Geschützt im Innenbereich der Schule – aber doch zu jeder Zeit von den Schülern, den Lehrern und für jedermann von außen einsehbar und ablesbar.
Wie der Geschäftsführer Fredi Rajes berichtete, hat die Anlage seit der Inbetriebnahme am 23.10. 2008 bereits über 1.000 KW ins öffentliche Stromnetz eingespeist.
An dieser Stelle wurde auch ein Dankeschön an die Fa. Koppe ausgebracht sowie an die weiteren Beteiligten, die das Sponsoring der E.on / Avacon mit dieser Anzeigetafel ermöglicht haben.
Denn - auch die Asendorfer Schule soll von der neuen Anlage profitieren. Dieses Anzeigedisplay kann jederzeit Auskunft darüber geben, wie viel Strom derzeit erzeugt wird und wie viele KWh bereits erzeugt und ins Netz abgegeben wurden. So kann eine wunderbare Grundlage für objektbezogenen Unterricht gelegt werden. „Energie erzeugen" steht im unmittelbaren Zusammenhang mit „Energie verbrauchen". Hieraus ergeben sich mindestens drei Themen: In pädagogischer Hinsicht die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, aber auch mit Wasser und Abfall anzuhalten; in ökologischer Hinsicht mit der Reduzierung der CO2-Emissionen einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und in ökonomischer Hinsicht durch Umsetzung der vermittelten Kenntnisse.
Die aufgeklärten Schülerinnen und Schüler tragen durch ein geändertes Verhalten zur Reduzierung der Betriebskosten der Schule bei und entlasten somit den Haushalt der Kommune. Anschließend bleibt dann nur noch zu wünschen, dass die Schülerinnen und Schüler diese Kenntnisse auch in den heimischen Haushalt tragen und somit auch dort für eine Umsetzung der Gedanken sorgen. Dann hätten wir in diesem Punkt wirklich eine Veränderung von „unten angefangen" erreicht.
Im Anschluss wurde gemeinsam auf viele Sonnenstunden im Leben und auf die Gesundheit aller angestoßen.